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Learning math and gender differences. Presented first results of unibz research
Gender Gap beim Mathematiklernen: Forschungsprojekt der unibz weist Auswege
Free University of Bozen - Bolzano
 
Warum schneiden Mädchen im Fach Mathematik schlechter ab als Jungen? Ein Forschungsprojekt der unibz zeigt Gründe auf und hilft Maßnahmen gegen den Gender-Gap zu entwickeln.
Ob INVALSI in Italien, VERA in Deutschland oder PISA für die OECD – alle Systemen zur Evaluierung der Wirksamkeit von Bildungssystemen haben ein Ergebnis gemeinsam: Schüler erzielen im Fach Mathematik bessere Ergebnisse als Schülerinnen. Dieser geschlechtsspezifische Unterschied ist in der Provinz Bozen noch ausgeprägter, wie Tests an verschiedenen Südtiroler Einrichtungen bestätigen. Ein Beispiel? Beim PISA-Test 2015 wurde hierzulande ein Gender Gap, also Geschlechterunterschiede, in Mathematik von 24 Punkten gemessen, während er auf nationaler Ebene bei 20 Punkten und im OECD-Durchschnitt bei 8 Punkten lag. 

Die Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen, wo das Lehrpersonal für die Grundschulen der Provinz ausgebildet wird, hat sich dieses Problems angenommen, das alles andere als zweitrangig ist. Denn eine ablehnende Haltung gegenüber dem Fach Mathematik während der Pflichtschulzeit kann spätere Entscheidungen im Rahmen der Studienwahl und somit auch Berufsaussichten negativ beeinflussen. 

Um das Phänomen des Gender Gap im Mathematikunterricht an Südtirols Schulen vertieft zu untersuchen, startete Prof. Giorgio Bolondi, Professor für die Didaktik der Mathematik in Brixen, im Jahr 2018 das Forschungsprojekt GegaMath. Bolondi unterstreicht, dass die unterschiedlichen Leistungen von Männern und Frauen beim Mathematiklernen und bei Tests tatsächlich kulturelle Ursachen haben: „Die wissenschaftliche Literatur belegt, dass dieser Unterschied hauptsächlich auf Stereotypen und Konventionen in Bezug auf das Potenzial von Männern und Frauen zurückzuführen ist und nicht mit kognitiven Unterschieden zu erklären ist." Im Rahmen des Projekts verschafften sich Bolondi und sein Forschungsteam einen Überblick über die Situation auf lokaler Ebene, um zu verstehen, mit welchen Maßnahmen Schülerinnen beim Erwerb mathematischer Kenntnisse unterstützt werden können.

Zu diesem Zweck haben Prof. Giorgio Bolondi und die Forscherin Chiara Giberti eine Reihe von Fragebögen für Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler entwickelt und stichprobenhaft an italienischen Schulen in Südtirol verteilt. Ziel der Befragung war vor allem, die Einstellung gegenüber dem Fach Mathematik zu untersuchen. Mit den Fragebögen wollte das Forscherteam einerseits das Niveau der "Mathe-Angst“ testen, also der Angst der Schülerinnen und Schüler, mathematische Aufgaben nicht richtig ausführen zu können. Andererseits ging es darum, zu verstehen, wie die Lehrpersonen ihre besten Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht beschrieben und mit ihnen in Beziehung standen. 

„Die Ergebnisse haben uns objektive Daten geliefert, auf die wir uns stützen können", erklärt Bolondi. Die Beschreibungen der Lehrpersonen würden die Annahmen der Forscher bestätigen, so der Professor. „Generell scheint die Fähigkeit der Intuition, die vor allem bei Schülern stark ausgeprägt ist, eng mit dem Potenzial im Mathematikunterricht verknüpft zu sein. Auch Fleiß und Konstanz sind für das Studium dieses Fachs wichtig und finden sich eher bei Schülerinnen. Jungen bzw. junge Männer mit mathematischer Begabung schneiden auch bei der Geschwindigkeit überdurchschnittlich gut ab, während Mädchen und junge Frauen diesbezüglich schwächer sind.“ Aus einer linguistischen Analyse lässt sich laut Bolondi ableiten, wie bestimmte Modelle, sicherlich unbeabsichtigt, die Beschreibungen des Verhaltens von Schülerinnen und Schülern bei mathematischen Aufgabenstellungen beeinflussen. 

Die Ergebnisse des GegaMath-Projekts wurden nun den italienischen und deutschen Schulämtern vorgestellt. „Wir hoffen, dass diese Hinweise in naher Zukunft als Anregung für die Ausarbeitung gemeinsamer Richtlinien zur Verbesserung der mathematischen Leistungen von Südtirols Schülerinnen dienen können", fasst Prof. Bolondi zusammen.

(vic)
 
 
 
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Free University of Bozen - Bolzano
 
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Free University of Bozen - Bolzano
 
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Free University of Bozen - Bolzano
 
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Free University of Bozen - Bolzano
 
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Free University of Bozen - Bolzano
 
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Free University of Bozen - Bolzano
 
T*life nennt sich ein Event, das anlässlich des Transgender Day of Remembrance auf Initiative von Studierenden an der Fakultät für Bildungswissenschaften stattfindet.
 
 
 
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Free University of Bozen - Bolzano
 
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International Conference: Memory Pictures and Memory Constructions
Internationale Tagung: Erinnerungsbilder und Gedächtniskonstruktionen
Free University of Bozen - Bolzano
 
Das Erbe des Ersten Weltkriegs in Zentraleuropa (1918–1939). Am 7. und 8. November am Campus Brixen.
 
 
 
Open space and local development: Lecture and discussion at the un
Freiraum- und Ortsentwicklung im Spannungsfeld: Vortrag und Diskussion an der unibz
Free University of Bozen - Bolzano
 
Ein hochaktuelles Thema steht am 30. Oktober im Mittelpunkt einer Veranstaltung des Vereins LAS mit der Architektenkammer und der Plattform „Kulturerbe und Kulturproduktion" der unibz.